Altera pars audiatur!
(lat. "Die andere Seite sollte gehört werden!")

Umweltschutz am 
Flughafen Köln- Bonn.

PorzGrengel.de besuchte Hans- Joachim Mund, Leiter der Stabsstelle Unweltschutz des Airport CGN. 


Mit dem Hirzbachmoor wurde einer der wertvollsten Lebensräume der Wahner Heide wiederhergestellt.

Umweltschutz und Flughafen- ein Widerspruch in sich? Stabsstelle Umweltschutz am Airport- nur eine Alibiabteilung?
PorzGrengel.de wollte es genauer wissen und besuchte am 25. April Hans- Joachim Mund den Leiter der Stabsstelle Umweltschutz und Fluglärm. Dipl- Ing. Mund lud zu einem informativen Rundgang ein und  konnte durch solides Fachwissen und viele gelungene Projekte des aktiven Umweltschutzes überzeugen.
Eines seiner hervorstechensten Projekte ist das neue Entwässerungskonzept
. Was sich östlich der Krieger Straße hinterm Sicherheitszaun als ökologisches Idyll darbietet, ist aber auch eine höchst beeindruckende (und teure) Ingenieurleistung.


Einstiegs- und Wartungsöffnungen, die den Abstieg in das unterirdische Reich der Abwässer ermöglichen.

Hans- Joachim Mund´s "Wasserkunst".
Um das neue Entwässerungskonzept zu realisieren, so Mund, waren umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich. Im westlichen Flughafenbereich entstand ein Pufferbecken mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Kubikmetern Wasser. Mit acht Metern Höhe so hoch wie ein Zweifamilienhaus und einer Grundfläche von 2.500 Quadratmetern so groß wie eine Messehalle hält das Kernstück des neuen Abwasserkonzeptes am Flughafen Köln/Bonn auch bei Wolkenbrüchen genügend Aufnahmekapazität bereit, um das Fassungsvermögen der Kanäle nicht über Gebühr zu strapazieren. Riesige Erdarbeiten waren für dieses unterirdische Bauwerk erforderlich. Inzwischen sind nur mehr die Einstiegs- und Wartungsöffnungen zu sehen, die den Abstieg in das unterirdische Reich der Abwässer ermöglichen.


Wie durch ein Wunder tauchen tauchen immer wieder offene Wässer inmitten großer ökologischer Vielfalt auf

Tunnel, Rohre, Pufferbecken.
Zusätzlich zum neuen Pufferbecken entstanden etwa zwei Kilometer Entwässerungskanäle mit einem Durchmesser bis zu 2,8 Metern, um das bestehende Kanalnetz mit dem Pufferbecken zu verbinden. Gebaut wurde dieses gigantische Werk im unterirdischen Rohrvortrieb. Fast unbemerkt ließen sich so nicht nur Rollbahnen, sondern sogar ein großes Waldgebiet untertunneln. Die neuen Kanäle, die bis zu 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten können, führen in Verbindung mit den bestehenden Kanälen das Niederschlagswasser in das neue Pufferbecken.


Dies könnte durchaus der Mittellauf des Butzbaches sein.

Separieren, reinigen, ableiten.
Ständige Messungen im Kanalnetz und ein ausgeklügeltes Steuerungssystem trennen und kanalisieren das Wasser in zwei Richtungen: mit Schadstoffen belastetes Wasser, z. B. solches von Rollbahnen und Enteisungsanlagen, fließt in das Pufferbecken, wird zwischengespeichert und in kleinen Mengen zur Kläranlage geleitet. Gereinigt fließt das Niederschlagswasser dann in den Rhein. Unbelastetes Wasser wird in Bäche und Flüsse abgeleitet. Diese Investition in den Umweltschutz kostete fast 40 Millionen Mark.

Hans- Joachim Mund´s Ökoparadies ist ein gutes Stück Grengel, nur schade, dass man es nur mit Chipkarte und in Begleitung genießen kann