Wegebau01.jpg (33343 Byte)
Auf neuen Wegen durch den Stadtpark.

Wegebau03.jpg (25561 Byte)
Bei aller Maschinenperfektion ist Handarbeit unverzichtbar.
Wegebau02.jpg (26555 Byte)
Elegantes Kleinpflaster ersetzt das  Gemisch aus Asphalt und Beton an der Butzbachbrücke.
Wegebau04.jpg (27029 Byte)
Der alte Trampelpfad mausert sich zum lauschigen Waldweg.

Amt für Landschaftsbau und Grünfächen lässt Wegebeläge erneuern.
Erste größere Baumaßnahme nach 40 Jahren.

EB06/2006
Ganze 40 Jahre hat es gedauert, bis die Stadt Köln wieder in unseren Stadtpark investiert. Die letzte Parksanierung wurde noch vom Bautrupp der ehemaligen Stadt Porz vorgenommen. Ein Spaziergang im Stadtpark macht in Zukunft noch mehr Spaß.

Solider Unterbau.
"Von den alten Wegebelägen ist ja kaum noch etwas übrig geblieben", sagt der Schachtmeister der Fa. Krämer, "außerdem bestand der alte Belag aus Hochofenschlacke, einem Baustoff, der heute aus ökologischen Gründen gar nicht mehr zulässig ist." Die Wege im Stadtpark werden in ihrer Gesamtlänge von 1,4 km zur Zeit gündlich überholt. In einer Breite von 2,50 m auf den Hauptwegen und 2,00 m auf den Nebenwegen wird zunächst Basaltlava als Unterbau aufgebracht. Die Deckschicht besteht aus Dolomit- Brechsand, einem Baustoff der sich, ganz ohne Bindemittel, selbstständig verdichtet.

Arbeit mit Fachkunde und Augenmaß.
Beim Wegebau, der unter Einsatz von schweren Maschinen abläuft, ist aber menschliche Arbeit keineswegs verzichtbar. Selbst kleine Dellen und Rinnen im Wegeprofil werden vom geschulten Auge des Schachtmeisters sofort erkannt und ganz "altmodisch" mit Harke und Schieber begradigt. Aufwendig war die Herrichtung des "Trampelpfades" zwischen Turnhalle und Teich. Dieser Weg ist in keinem Wegeplan enthalten, er entstand quasi durch "Planung mit den Füßen" und mußte erst mit einer Spezialmaschine eingeebnet werden. Für die Auffahrten zur Butzbachbrücke haben sich die Kölner Planer etwas besonderes einfallen lassen. Elegantes Kleinpflaster ersetzt das undefinierbare Gemisch aus Asphalt und Beton.

Es soll gut aussehen und eine Ewigkeit halten.
Die Fa.Krämer GmbH wurde mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Krämer ist eine alt eingesessene Kölner Firma für Landschafts- und Wege- und Sportstättenbau, die jetzt in 2. Generation von Ralf Krämer geführt wird. Aber der Seniorchef ist natürlich noch aktiv; zum Beispiel bei der Leitung der Arbeiten hier bei uns im Stadtpark. "Für die Landesgartenschau in Leverkusen haben wir die gesamte Geländemodellierung ausgeführt", sagt er, "für den 1. FC Köln haben wir ein Kunstrasen- Trainingsgelände gebaut und in Hangelar eine Streuobstwiese angelegt." "Der Bau von Sportstätten ist besonders anspruchsvoll", betont er, "die Anforderungen an die Qualität des Planums und der Oberflächen sind hier ungleich größer als beispielsweise bei Waldwegen."
Krämer baut mit seinen 30 Landschaftsbauern außer Sportstätten noch Parkplätze, Golfplätze, Wege, Treppenanlagen, repräsentative Vorplätze für Kirchen und Versammlungsstätten, kurz, alles was gut aussehen und möglichst eine Ewigkeit halten soll. Wenn in weiteren 40 Jahren im Stadtpark eine Wegeerneuerung ansteht, dann wird Krämer vielleicht wieder bei uns arbeiten, dann womöglich schon in 3. Generation.