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Vun nix kütt nix!

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Im Anfang war der Torso.
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40 Stunden Arbeit für eine Kamelle.
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Fertig! . . . .at widder a Wunder!
Bilder: Porzladen.de

Gut organisiert, aber nicht durchgestylt.

Rückansichten des Porzer Karnevals

"Wie bitte?" -- "Die Schokolade und die Kamellen kaufen die Karnevalisten selbst, um sie dann kostenlos unters Volk zu schmeißen?" Mein Kumpel aus Lübeck guckt mich ungläubig an.
"Und warum machen die das?"
"Weil es ihnen Freude macht, anderen  Freude zu machen", ist meine Antwort.
Der Hanseat glaubt´s nicht und ich werde es ihm auch nicht erklären können. . . . .

"Drink doch eine met".
Jawohl, es hat schon was Irrationales. Da placken sich Heerscharen von Karnevalisten das ganze Jahr ab, bauen Festwagen, nähen Kostüme, mieten Zugmaschinen, kaufen Wurfmaterial, proben Musikstücke. Und das alles, um einige Stunden lang, an einem gewissen Sonntag sechs Wochen vor Ostern, eine prachtvolle Show zu veranstalten. Für die Zuschauer ist die ganze Parade völlig kostenlos, macht enormen Spaß- und man kommt mit einer Tasche voller Ess- und Trinkbarem nach Hause. Rheinische Lebensart, Motto: "Drink doch eine met".

Olymisches Ziel.
Kaum ist die Session zu Ende, dann treffen sich die Gesellschaften wieder, um über Motto, Kostüm und Wagengestaltung des kommenden Jahres zu beraten. In der Wagenbauhalle wird das alte Prunkstück emotionslos abgewrackt, neue Pläne dikutiert und die ersten Schrauben des neuen Wunderwerks angezogen. Das Karnevalistenjahr besteht aus endlosen Stunden hämmern, schweißen, formen, nähen, streichen, montieren. Dies alles mit dem olympischen Ziel: Dabeisein beim Porzer Zug!

In Köln passt alles zu gut.
Der Porzer Zug am Karnevalssonntag mit seinen gut 3000 aktiven Teilnehmern ist ein Jahrmarkt der Einfälle, der Spontanität und Kreativität. Hier unterscheidet er sich deutlich vom Kölner Rosenmontagszug. In Köln überlässt man nichts dem Zufall, jeder Wagen ist zentral geplant und die Themen, Formen und Farben nach Gesetzen der Ästetik abgestimmt. "Ich kann mir nicht helfen", sagt ein Porzer Wagenbauer, "irgendwie hat das was von einer 1.Mai-Parade in Moskau.

In Köln passt einfach alles zu gut!"

TÜV muss sein!
Eigenbau und galoppierende Kreativität kann natürlich auch nachteilig sein. Etwa wenn ein Wagen derart mit Dekoration und Wurfmaterial überfrachtet ist, dass er auf dem Zugweg zusammenbricht. Deshalb hat der Porzer Festausschuß die TÜV- Kontrolle aller Fahrzeuge angeordnet.
Die Vorderansicht des Porzer Karnevalszuges habe ich mir mit meinem Lübecker Kumpel am 3. Februar angeschaut. Er war begeistert, aber so ganz glaubten wollte er mir es immer noch nicht. . . . .

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