Fast schon auf Grund liegt das neue Entenhaus.

Senkelteiche fast trocken:

. . .und keiner will´s gewesen sein!

Flughafen und Verwaltung spielen sich gegenseitig die Bälle zu.


Luckenbachs Hund "Eros" erkundet das neue "Festland"



Über einem halben Meter unter Normalstand ist der Pegel des oberen Teiches gesunken.

Noch vor wenigen Wochen hatten die Grengeler Grund genug stolz auf ihr grünes Herz, den Stadtpark und die Teiche, zu sein. Der obere Teich war von THW und einigen Grengeler Senioren vom gröbsten Müll gereinigt worden, die KG Grengeler Draumdänzer hatte dem Teich ein Entenhaus spendiert, Wasser gab es reichlich dank Jochen Mund´s "Wasserkunst" am Flughafen, was wollte man mehr?
Das Ende eines Idylls.

Das Idyll nahm jedoch Mitte letzter Woche ein jähes Ende. Aus dem Butzbach war plötzlich ein dünnes Rinnsal geworden. Die Pegelstände der Teiche sanken dramatisch, faulende Feuchtbänke traten hervor, es stank. Die Stabsstelle Umwelt des Flughafens erklärte dazu: "Der Wasserstand der Teiche gefährdet die ICE- Bauarbeiten, die Wasserbehörde hat um Reduzierung der Speisung gebeten" Man wolle sich jedoch um die Sache kümmern, hieß es.



Dieses Verbindungsbächlein soll -angeblich- die ICE- Baustelle bedroht haben.


Nur noch ein mickriges Rinnsal ist vom Butzbach übriggeblieben; der Flughafen dreht den Hahn ab.

Kein Wasser im verregneten Sommer.
Nach dem 
Wochenende 7/8 September, die Pegel waren inzwischen weiter gefallen kam eine neue Botschaft aus den Flughafen: "Wir haben zu wenig  Wasser, wir müssen die Einleitung drosseln". Hört man da recht, in einem der regenreichsten Sommer seit Jahren, hat der Flughafen dessen Retentionsbecken 18.000 Kubikmeter Wasser fassen kein Wasser zur Speisung eines kleinen Wiesenbachs? 
Ein kleiner Bach bedroht ein Jahrhundertbauwerk.
Mittwoch, 11 September. PorzGrengel.de fotografiert das Desaster und bereitet einen Bericht vor. Ich laufe zwei Bediensteten des Amtes f. Gewässerunterhaltung in die Arme, die, nachdem ich den Grund meines Hierseins erkläre, mich per Handy mit ihren Chef verbinden. Es folgt ein langer Telefondialog. Von einem Wassereinbruch in die ICE- Baustelle ist die Rede, den verschiedenen Zuständigkeiten für die Wasserwirtschaft, und: "Wir sind da nicht zuständig; da kann man nichts machen"
Die Lösung liegt auf der Hand
Dabei währe es so einfach die Wasserführung der Teiche zu sichern und nicht mehr von "des Flughafens Gnaden" abhängig zu sein. Man bräuchte lediglich einen der derzeit vorhandenen Brunnen, welche die Bauer- AG gebohrt hat zu erhalten und damit die Teiche speisen.
Der Anfang vom Ende?
Eine furchtbare Vermutung macht sich im Grengel breit: Möglicherweise ist der Park und die Teiche von der Stadt längst abgeschrieben. Prächtiges Bauland in idyllischer Lage, statt ständiger Kosten für die Pflege eines ungeliebten Parks.
Ob ein "Investor" schon gefunden ist?

Eine Pfütze ist der untere Senkelteich, die Speisung aus dem Butzbach erreicht ihn überhaupt nicht mehr.

Klar und majestätisch, so hat er einmal ausgesehen, der Senkelteich, bevor sich "Fachleute" an ihm zu schaffen machten.

Der Schlüssel zur Unabhängigkeit: 
Die Brunnenanlage der Bauer- AG sollte erhalten bleiben und die Teiche speisen.

Obenstehender Bericht wurde auch in Porz-online/ Lokalzeit veröffentlicht. Im Porz-online -Forum gab es Stellungnahmen. Walter Reinarz schreibt hier:

"Am 12.09.2002 hat der CDU Ortsverband Urbach- Elsdorf- Grengel zusammen mit dem Porzer Bürgeramtsleiter Norbert Becker eine Ortsbesichtigung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde ausgeführt, dass es unter keinen Umständen vorgesehen ist, den Bereich an den Senkelteichen - das Gebiet ist übrigens Landschaftsschutzgebiet - zu bebauen. Dies wäre ohnehin rechtlich nicht zulässig. Das Umweltamt der Stadt Köln lehnt übrigens den vom CDU-Ortsverband Urbach- Elsdorf- Grengel beantragten und von den Grengeler Bürgern befürworteten neuen Brunnen ab, weil argumentiert wird, es sei durchaus im Sinne der Natur, dass ein Teich unterschiedliche Wasserstände hätte und ein Zuführen von Wasser aus einem Teich würde letztlich den Lauf der Natur verändern. Diese Frage wird der Porzer Bürgeramtsleiter nochmals überprüfen lassen. Wir wären für Unterstützung und eine sachliche Auseinandersetzung weiterhin dankbar."

Dazu folgende Reaktion:
"Hallo Walter,
die Argumentation mit den unterschiedlichen Wasserständen ist doch völliger Blödsinn! Sicher hat ein Teich in der Natur unterschiedliche Wasserstände, aber wie ich das in der Lokalzeit gelesen habe, kann von einer natürlichen Wasserbewirtschaftung nicht die Rede sein. Schliesslich wird der Wasserstand reguliert, was hat das noch mit Natur zu tun?
Alle Argumente in dieser Beziehung sollten demnach doch sehr einfach zu widerlegen sein."

Walter Reinarz antwortet:
"
Das mit dem völligen Blödsinn sehen wir genauso. Deshalb lassen wir die Sache ja noch einmal prüfen. Vielleicht ist dann im Lichte anderer Erkenntnisse eine andere Einschätzung durch das Umweltamt möglich ."

Hoffentlich wird den Politikern das "Licht anderer Erkenntnisse" bald aufgehen; die Senkelteich stinken derweil ruhig vor sich hin.

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