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Vom Krebspatient zum Priester.
Der Weg des Thomas Eholzer.

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Priesterweihe in Eichstätt am 12 April 2008
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Thoma Eholzer am Ziel: Einzug in die Kirche der Scharzen Mutter Gottes zur Primizmesse.
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Am Grengel gibt es eine kleine Wohnung für ihn.

Bilder: Bistum Eichstädt u. Grengel.de

EB 04/2008
Reich geschmückter Eingang am Haus im Wendekreis Ebereschenweg.
Eine Erstkommunion? Eine Goldhochzeit?
Über der Tür ein Schild mit der Aufschrift: "Sacerdos dei benedic dominum- Du Priester lobe den Herrn"
Die geheimnisvolle Inschrift zeigt den Weg zu einer ungewöhnlichen Geschichte, bei der auch der Grengel eine gewisse Rolle spielt.

Thomas Eholzer, ein 14-jähriger Realschüler aus Stammheim, erkrankt an Morbus Hotchkin, einem tückischen Lymphdrüsenkrebs. Die Ärzte der Kölner Uni-Klinik sind ratlos. Die Diagnose ist ein fast sicheres Todesurteil. In großer Not, fährt die Mutter von Thomas zur Kirche der Schwarzen Mutter Gottes in der Kupfergasse und betet, weint, hofft. Dem Pfarrer der Wallfahrtskirche fällt die verzweifelte Frau auf, er spricht sie an und erfährt ihr Leid. Der Pfarrer verspricht der Mutter, bei der Abendmesse für den kranken Thomas zu beten.

Tags darauf erreicht die Uni-Klinik ein Fax aus den USA mit einer Therapiebeschreibung bei Morbus Hotchkin. "Da stand nicht Geheimnisvolles", sagt Thomas Eholzer, "Operation, Chemo, Bestrahlung, eben das, was bei Hotchkin, aber zumeist vergeblich, gemacht wird." Kaum einer glaubt an einen Erfolg, aber die Klinik führt die dort beschriebene Therapie trotzdem durch. Die Behandlung ist erfolgreich; nach nur einem Jahr ist Thomas völlig gesund und kann wieder zur Schule gehen.
"Für mich war meine Heilung aus dieser hoffnungslosen Situation ein Wunder", sagt Thomas, "zwar ausgeführt durch die Ärzte, aber bewirkt durch die Fürsprache der heiligen Jungfrau bei Gott."

"Ein mächtiges Gefühl der Dankbarkeit überkam mich",sagt er, "ich wollte als Priester Gott dieses neue Leben weihen." Der Weg dahin sollte aber steinig werden. In Münstereifel machte er Abitur, und begann in Bonn mit dem Studium der Theologie. "Das Studium, gerade das der alten Sprachen, machte mir arg zu schaffen", sagt er, "nach 4 Semestern gab ich auf." Thomas Eholzer machte eine Ausbildung zum Erzieher und arbeitete im SOS-Kinderdorf. Aber sein eigendlicher Berufswunsch ließ ihn nie los. "Seine" Kirche in der Kupfergasse in Köln zog ihn immer wieder an, er war dort Meßdiener, Kommunionhelfer, Lektor.

Der Pfarrer der Gemeinde ermuntert ihn zu einem neuen Start in den Priesterberuf. Und tatsächlich, er bekommt einen Studienplatz in Eichstätt und eine kleine Wohnung bei Agnes Rieping am Grengel um immer wieder in der Nähe "seiner" Schwarzen Mutter Gottes in der Kupfergasse sein zu können. Am 12 April wird er zum Priester geweiht und am 13. feiert er Primizmesse in Köln, in eben jener Kirche, die ihm so viel bedeutet.
Daß der Grengel ebenfalls eine Mariengemeinde ist, das wundert einen Thomas Eholzer natürlich garnicht . .