Bis zu 22 Tonnen zieht der Forstschlepper der sogar mit einer Funkfernsteuerung bedient werden kann.
Auch im Bieselwald an den unteren Senkelteichen singen die Kettensägen.

Zu Europaletten werden die bis zu 70 cm dicken Stämme der Espenpappeln verarbeitet.

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Holzaktion im Stadtpark Grengel.

Die Besucher unseres Stadtwaldes fällt zur Zeit in ein Wechselbad der Gefühle welches vom schlichten Staunen bis hin zum blanken Entsetzen reicht. Der Stadtwald erlebt den größten Holzeinschlag seit seinem Bestehen. Die "Holzernte" hatte sich schon einige Wochen angekündigt. Verdächtig viele "Grünröcke" des Städtischen Forstamtes bewaffnet mit Notizblöcken und Sprühdosen interessierten sich für unseren Wald. Sie markierten und maßen aus, waren aber mit Auskünften eher sparsam. www.Grengel.de gelang es einige Informationen zur Holzaktion vom Leidenhausener "Haus des Waldes" zu erhalten.

Forstwirtschaftliche Notwendigkeit.
Am auffallendsten ist der Einschlag der 22 prächtigen Espenpappeln, die bisher den oberen Senkelteich umsäumten. Die Pappeln haben aufgrund ihres Alters von 45 Jahren bereits das Ende ihrer forstwirtschaftlich vertretbaren Lebenszeit erreicht. Pappeln dieses Alters- so die Forstwirtschaftler vom "Haus des Waldes"- neigen zur Hohlraumbildung im Stamm und werfen vermehrt Astholz ab. Letzteres stellt, bei einer Höhe der Bäume von bis zu 30 Metern eine ziemliche Gefahr für die Besucher des Parks dar.
Der übrige Wald wird punktuell ausgeholzt, weil sich die Bäume gegenseitig behindern und keine Kronen ausbilden können. Hier hat sich auch schon durch natürliche Vermehrung eine Menge Jungholz gebildet, welches aufgrund des dichten Bestandes beim Aufwachsen behindert wird.

Wie geht´s weiter?
Nach Abschluss des Einschlags wird das anfallende Holz nach drei Kategorien sortiert und im Stadtwald auf Klaftern gelagert. Dickes Stammholz wird an eine Firma, welche Europaletten herstellt, verkauft. Stamm- und Astholz wird als Rohstoff für die Papierherstellung verwendet. Dünnere Äste und Reisig wird am Ort zu Mulch verarbeitet.  Der Grengeler Bürger kann beim Forstamt der Stadt Köln einen Leseschein erwerben und für 12€ so viel Brandholz mitnehmen wie man will.
Trost zum Schluß: Das Ufer der Teiche wird zum Frühjahr 2005 mit neuen Bäumen bepflanzt. "Aber ganz bestimmt nicht wieder mit Pappeln", sagt der Förster, "für den Stadtwald, der von den Grengelern so geliebt wird, gibt es ganz gewiss etwas Besseres."
Man kann gespannt sein.

Lesescheine bei: Forstamt der Stadt Köln
 Willi Brandt Platz 2, 50679 Köln
Tel.: 0221 221 26224 (Förster Anlauf)