Zugleiter im Tretauto:

Quellen des Grengeler Karnevals.

Gemeinhin glaubt man, dass die Grengeler Boore un Mädche und die Draumdänzer den Karneval am Grengel etabliert haben. www.PorzGrengel.de fand bei Gerd Sonnenberg beredte Spuren karnevalistischen Treibens schon Ende der 60er Jahre. Nebenstehende Bildfolge zeigt Schnappschüsse aus den 70er Jahren.

Der Spätentwickler.
Der Grengel gehört, karnevalistisch gesehen, zu den Spätentwicklern. In vielen Porzer Ortsteilen bestanden, teilweise schon zur Jahrhundertwende gegründete, Karnevalsgesellschaften. Auch die Nachkriegs- Gründungsoffensive Porzer KG´s ging am Grengel spurlos vorbei. Zu sehr war man mit Planung und Bau von Wohnungen beschäftigt. Grengeler kamen von überall her, vornehmlich aus dem Osten. Kölsch wurde eher getrunken als gesprochen. Der "Virus carnevalitis" hatte alle Mühe, die, qua Herkunft, weitgehend immunen Grengeler zu infizieren. Ein erster, ernst zu nehmender Befall mit dem Virus datiert aus den 70er Jahren.

Der AMC brachte alles ins rollen.
Unter Führung des Allgemeinen Motor Club Grengel (AMC) zogen 1968 die Grengeler Ortsvereine mit sechs Karnevalswagen und vielen Fußgruppen durch den Grengel. Der Zug begann auf der Herrmann- Löns Str. zog dann über den Kiefernweg, Friedensstr. Akazienweg, Hölderlinweg, Wiesenweg. Buchenweg Eichendorffstr. und löste sich am Lerchenweg auf. Zunächst ging man am Karnevalssonntag, später am Karnevalssamstag. Bis zu 800 Kilo Kamelle regneten jedes mal auf die Grengeler Pänz. Die Akzeptanz, so Gerd Sonnenberg, war beachtlich. Der Zug ging insgesamt 11 mal und wurde Anfang der 80er eingestellt.

Die "kritische Masse" war erreicht.
Die "Inkubationszeit" bis zum flächendeckenden Ausbruch des Infektes dauerte allerdings noch fast zehn Jahre,. Ende der 80er war dann die "kritische Masse" erreicht, es ging Schlag auf Schlag. Die Veranstalter des St. Anno- Straßenfestes gründeten die KG "Grengeler Boore un Mädche." Nur ein Jahr später entwickelte sich die aus der Grengeler Pfarrjugend die KG "Grengeler Draumdänzer" Es folgten weitere Gründungen. Die jüngste Kreation Grengeler Fröhlichkeit sind die "GrEngelchen" eine närrische Formation von Kindern und ihren karnevalsbegeisterten Eltern. 

Der Senkrechtstart.
Draumdänzer und GrEngelchen setzten durch die gelungenem Kreationen der jährlich wechselnden Motto- Kostümierung Akzente im Porzer Sonntagszug. Sie erhielten zahlreiche Preise des Festausschusses Porzer Karneval (FAS), geradezu ein Senkrechtstart in die Porzer Narretei.
Zählt man heute alle im Karneval involvierten Grengeler zusammen und setzt diese Zahl in Relation zur Gesamtbevölkerung, dann ist jeder 12. Grengeler "bekennender" Karnevalist. Ein Quotient, der nicht einmal in Köln- Mitte annähernd erreicht wird.

Auszug aus dem Genehmigungsschreiben für den ersten Grengeler Karnevalszug.

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