FAS eröffnet Ausstellung "Porzer Karneval in Bildern"


Das Motto dieses historischen FAS könnte auch für die derzeitige Ausstellung im Rathaus gelten.

Die Große Porzer KG Rot-Weiß 1926

"Strandbads Marie" Maria Holstein wird bei Hochwasser zum "Wieferfastelovend" abgeholt.

Heinz- Josef Demmer als Porzer Prinz 1976

Heinz Rühmann zu Gast bei den "Blau- Wieße"

(Bilder: Grengel.de u. Kölner Stadt Anzeiger)

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Es lohnt sich mal wieder ins Porzer Rathaus zu gehen, auch wenn Sie nicht Ihren Personalausweis verlängern wollen. Im oberen Foyer des Rathauses hält der Festausschuss Porzer Karneval eine tolle Fotoausstellung bereit. Über 100 Exponate, meist in schwarz- weiß, malen ein fast lückenloses Bild der Porzer Narretei von ihren Anfängen bis zur letzten Session. 
Nachfolgend ein kurzer Abriss der Porzer Karnevalsgeschichte

Auch der MGV Urbach stand an der Wiege
Seit der Jahrhundertwende sind unterschiedliche Karnevalsveranstaltungen und -aktivitäten in den Gemeinden der späteren Stadt Porz bekannt. Die Gründungen der Großen Porzer KG Rot-Weiß 1926 und der KG Blau- Weiß Zündorf (Prinzen- Garde Porz)1928 markieren den Beginn des organisierten Porzer Karnevals, der seine Basis in den einzelnen Ortschaften hatte. Maßgeblich zum karnevalistischen Leben der späteren Stadt Porz hat schon den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg auch der Männer-Gesang-Verein Urbach v. 1891 beigetragen.

Gründungswelle im gesteigerten Porzer Bewusstsein
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich eine wahre Gründungswelle  von Karnevals- Gesellschaften und -Vereinigungen. Dies war kennzeichnend für ein gestiegenes
Porzer Selbstbewusstseins gestärkt durch die Stadtgründung 1952. Direkt nach dem Krieg gründeten sich u.a. die KG Fidele Elsdorfer 1947, die KG Blau- Wiesse Funke Wahn 1948, die KG Fidele Grön- Wiesse Rezag (Porzer Ehrengarde) 1950, das Festkomitee Ensen- Westhovener Karneval, die KG Rut-Wiess Löstige Langeler 1955, und die Wesshovver Jonge un Mädche 1957.

Viele Dreigestirne am Porzer Himmel
Seit 1949 gab es neben weiteren Orts- Dreigestirnen ein Gesamt- Porzer Dreigestirn. Gleichzeitig hatte man organisatorische Strukturen eines Festausschusses etabliert, der die Interessen der Porzer Karnevalisten bündeln sollte. Bis 1960 hatte diese Organisationsform Bestand. Eine Interimsphase folgte, in welcher wieder die karnevalistische Tradition der einzelnen Porzer Ortschaften gepflegt wurde. 

Bürgermeister Peter Weiden als Katalysator
Es war närrische Einsicht, die die Porzer Karnevalisten 1968 unter Führung des damaligen Porzer Bürgermeisters Peter Weiden wieder zu einem Gesamt- Porzer Karneval zusammenschloss. In dieser Phase gründeten sich die KG Luftflotte Wahn 1965 und die KG Fidele Aujusse Blau-Gold 1969.

Ab 1970 FAS Porzer Karneval
Seit Beginn der 1970er Jahre übernimmt der Festausschuss Porzer Karneval die organisatorische Führung des Dreigestirns und der gemeinschaftlichen Veranstaltungen des Porzer Karnevals. Mit der KG Eeler Bessembinger 1976, dem 1. Fastelovendsclub Närrische Geißböck 1977 und der Narrengilde in der Unteroffizier-Heimgesellschaft 1982 wurden bis heute bestehende Gesellschaften begründet. 

Auch nach Eingemeindung noch selbstständig.
Auf die Eingemeindung der Stadt Porz. in das Kölner Stadtgebiet reagierten die Porzer Karnevalisten mit Trotz. Ein "gentleman agreement" mit den Kölnern sichert bis heute die Eigenständigkeit des Porzer Karnevals, der sich heute gerne unter das Leitbild eine familiären Alternative zu den professionalisierten Kölner Karnevalstechnokraten stellt.

Immer wieder "junge" Gesellschaften.
Mit der Gründung der Hätzepöpelelche 1990, der KG Grengeler Boore und Mädche 1991 KG Grengeler Draumdänzer 1992, der KG Urbacher Räuber 1997 und der KG 103-Gestirn 2001 ging eine neuerliche Gründungswelle durch den Porzer Karneval, der eine jüngere Generation und viele Neu- Porzer für ein Engagernent im Porzer Karneval interessiert

Die Ausstellung "Porzer Karneval in Bildern" ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses kostenlos zugänglich.