Stiller Jeck im "Weißen Haus".                                                                                                                                 
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Claudia Demmer, "First Lady" des Porzer Karnevals.

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"Stiller Jeck", Claudia im Porzer Straßenkarneval.
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Das historische Bild: Claudia (ganz rechts) mit Stephan 1984.
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Karneval mit Kind und Kegel- im Porzer Karneval kein Problem.

(EB 11/2007)
In diesen Tagen sind sie fast populärer als Bezirksbürgermeister Horst Krämer, Stephan Demmer, der neue Präsident des Festausschusses Porzer Karneval (FAS) und seine "First Lady" Claudia. Der neue FAS-Vorstand überraschte mit vielen Ideen rund um den Porzer Karneval, wie Zuschauertribüne, Bewirtschaftung und Fernsehübertragung des Sonntagszuges. Im "Weißen Haus" an der Herrmann Löns Straße laufen die Fäden des vielfältigen Geflechts "Porzer Karneval" zusammen.

"So richtig bewusst, auf was ich mich eingelassen hatte", sagt Claudia Demmer, "wurde mir erst als Stephan und ich beim Ball des Porzer Karnevals den Eröffnungswalzer tanzen mussten. Von Natur aus bin ich eigentlich mehr der Typ "Stiller Jeck", der sich gerne kostümiert und mit Gleichgesinnten feiert, gerade auf jene familiäre Weise, die den Porzer Karneval so sympatisch macht."

500 Meter mit dem Chinesen.
Claudia kommt aus Lindenthal; aber mit 5 Jahren zog sie bereits nach Porz. "Für meine Eltern war der Wechsel der Rheinseite, für manche Stadtkölner geradezu ein Sakrileg, überhaupt kein Problem", sagt sie, "wir wurden ganz schnell richtige Porzer und ich bin es bis heute sehr gerne."

Stephan lernte sie auf der Max Planck-Realschule kennen. Aus der Schulhofbekanntschaft, wurde aber erst viele Jahre später etwas wirklich Ernstes. "Richtig zusammengebracht hat uns der Karneval", erzählt sie. "Stefan kam, bei Sonntagszug 1984, in einem Chinesenkostüm in der Formation der KG "Fidelen Elsdorfer" an uns vorbei. Ich bin dann, ganz spontan, nur ganze 500 Meter mit ihm zusammen im Zug gegangen. Diese 500 Meter sind für mich unvergesslich geblieben. Stefan und der Karneval haben mich von da ab nicht mehr losgelassen."

Karneval, ein Teil ihres Lebens.
Karneval, vor allen in der Form wie er in Porz etabliert ist, hat aber durchaus auch ernsthafte Seiten. "Schon als Stefan Literat bei den "Elsdorfern" war", sagt sie, "bin ich zu den Vorstellungsabenden der Redner und Sänger immer mitgegangen und wir haben über die Qualität des Gebotenen diskutiert." Jetzt, als FAS-Präsidentengattin, steht das Telefon oft den ganzen Tag nicht still. Meistens geht´s natürlich um Karneval. Der FAS ist ja nicht nur Dachorganisation der über 20 Porzer Gesellschaften, er veranstaltet auch selbst viele Events. Die Sessionseröffnung, die Prinzenproklamation, Weiberfastnacht, der Sonntagszug und, neuerdings, den Ball des Porzer Karnevals. Das ist mehr, als so manche noble Gesellschaft pro Session auf die Reihe bringt.
"Karneval ist ein wesentlicher Teil meines Lebens geworden", sagt die zweifache Mutter, "aber ein "Stiller Jeck", der erst am Rande steht und dann begeistert mitgeht, bin ich geblieben - und das mit ganzem Herzen."