Bienen01.jpg (33158 Byte)
Herrscher ohne Krone über 35 Völker.

Bienen03.jpg (25240 Byte)
Die "bewegliche Wabe" ermöglicht die ständige Kontrolle der Bienenarbeit.
Bienen04.jpg (24950 Byte)
Honigernte mit der Schleuder und gewissenhafte Reinigung der Waben.
Bienen02.jpg (24478 Byte)
Der Bienenzucht- Demonstrationsanlage in Leidenhausen macht die Imkerei für jeden transparent. Bienen05.jpg (32599 Byte)
Zahlreiche Medaillen belegen die Qualität des Honigs vom Grengel
Bienen07.jpg (20252 Byte)
Dieses Etikett bürgt für Qualität und Natürlichkeit.

Gebhard Zehrer, erfogreicher Imker
am Grengel.

EB 9/2006
Bienenhaltung hat am Grengel eine lange Tradition. Durch die magerern Sandböden war hier rentable Landwirtschaft nie möglich. Auch Viehweiden endeten immer am "Grengel", dem Schlagbaum, der das eingezäunte Jagdtgebiet der Feudalherren abschottete. Nur flugfähiges Wild konnte den "Grengel" ohne Probleme überwinden. Bienenweiden gab es in der Heide reichlich.
Am Birkenweg 23 wohnt Imker Gebhard Zehrer, der der traditionreichen Grengeler Immenwirtschaft  noch heute nachgeht.

Ein halbes Dutzend Bienenstöcke stehen auf seiner Garage. Weitere Stöcke hat Zehrer in Lind und in Boppard. Insgesamt 35 Bienenvölker arbeiten unter seiner Obhut. Rechnet man pro Volk 30.000 Bienen dann bewirtschaftet er über 1 Million Tiere.
"Das kann ganz schön in Arbeit ausarten", sagt er, "als ich noch die Tankstelle am Mauspfad geführt habe, wurde die Zeit manchmal knapp." Zehrer hat 1991 seine Völker bekommen, aber er hatte bereits Erfahrung; denn auch sein Vater war Imker.

Mit den Bienen durch das Jahr.
Wenn im Frühling die Temperatur auf 7-10 Grad steigt, regt sich das Bienenvolk. Die Tiere lösen sich aus der "Wintertraube", erste Ausflüge beginnen. Im Stock werden aber schon Vorkehrungen für Arterhalt und Vermehrung getroffen. Bienen vermehren sich auf zweifache Weise, durch Eier, die ein Larven- und Puppenstadium durchlaufen, und durch Schwärmen. Beim Schwärmen bildet sich aus einem bestehenden Bienenvolk ein Neues, ahnlich wie eine Pflanze, die einen Ableger hervorbringt. Der Mai ist die bevorzugte Schwarmzeit der Bienen und erfordert beim Imker erhöhte Aufmerksamkeit. "Meine Bienen schwärmen schon mal in  Bäume in Nachbars Garten", sagt Gebhard Zehrer, "ich muß dann mit Leiter und Bienenfangkasten hinterher. Gelingt es mir, die Königin in den Kasten zu locken, dann kann ich den Schwarm -und damit ein neues Volk- in meine Stöcke einquartieren."

Bienenfleiß ist Arbeit bis zum Tode.
In den Sommermonaten füllen sich dann die Waben mit Honig. Für ein einziges Gramm Honig sind bis zu 1000 Besuche einer Biene bei den Blüten notwendig. "Arbeitsbienen haben eine Lebenserwartung von nur 45 Tagen", sagt Zehrer, "in den ersten 15 Tagen ihres Lebens machen sie Nachwuchspflege im Stock, danach sind sie ununterbrochen auf Nektarsuche, sie arbeiten sich regelrecht zu Tode." Bis zu 40 kg Honig bringt ein gutes Volk in die Waben. Eigentlich von den Tieren als Proviant für den Winter gedacht, kann der Imker den Honig "ernten", wenn der seinerseits für Winterfutter sorgt. "Aber nicht nur im Honig liegt der Nutzen der Bienen", betont Gebhard Zehrer, "nicht einmal 20% der Blüten werden vom Wind bestäubt, den großen Rest erledigen die fleißigen Bienen aus den Stöcken der Imker. Bienenhaltung ist Ökologie und Nachhaltigkeit, wie sie eindrucksvoller nicht sein könnte.

Die "Drohnenschlacht".
Bereits im August geht das Brutgeschäft zurück. Die männlichen Bienen, die Drohnen, die zum Honiggewinn nichts beitragen, werden aus dem Stock getrieben. Imker bezeichnen das als "Drohnenschlacht". Arbeiterinnen trennen die Drohnen von den Futterplätzen in den Waben und treiben sie aus dem Stock. Das Bienenvolk überwintert als reiner Frauenstaat, bestehend aus Arbeiterinnen und Königin. Bienen verstehen es im Inneren des Stocks, auch wenn klirrender Frost herrscht, durch Eigenbewegung eine Temperatur von +10 Grad zu halten.

Qualität vom Grengel.
"Von den Bienen allein kann ich nicht leben", sagt Gebhard Zehrer, "aber Bienenhaltung ist die interessanteste Art mit der Natur durchs Jahr zu gehen. Mir kommt es weniger auf die Menge des Ertrags, als auf die Qualität des Honigs an." Zehrer kann zahlreiche Medaillen von Landwirtschaftskammern und dem Deutschen Imkerbund vorweisen. Diese Auszeichnungen sind nicht einfach zu bekommen. Artenreinheit und Rückstandsfreiheit werden in Labors getestet und nur wirklich hochwertigste Honige bekommen eine Auszeichnung.
Gebhard Zehrer vermarktet seinen Honig weitgehend selbst. Auf vielen Märkten in der näheren Umgebung bietet er sein Qualitätsprodukt an und trägt damit ein "gutes Stück Grengel" über unsere Grenzen hinaus.
spacer.gif (944 Byte)