World Map of Radio- Amateurs.

Wenn der old man zur young lady "73" sagt. . . 

Die Welt der Funkamateure. 

Ihr "Häuptling" wohnt am Grengel.

 


Viele Knöpfe und Betrieb nur mit Lizenz:
Kombiniereter Sender und Empfänger für VHF- UHF- Amateurfunk.

Selbstbau ist bei den Funkamateuren "in", mit nur 12 Watt Sendeleistung ist weltweiter Funkverkehr möglich.

Interessante Funkverbindungen lassen sich 
die Funker durch sog. QSL-Karten bestätigen.

Die Porzer Funkamateure sind bei ihrer monatlichen Versammlung zu Gast bei den Spur-0 Eisenbahnern an der Ladestraße des Porzer Bahnhofs.

Antennengekrönt ist der Wigwam des Häuptlings der deutschen Funkamateure Jochen Hindrich  DL9KCX bei uns am Grengel, Ahornweg.

Einer der Gründer des Porzer Amateurfunks, der legendäre OM Rudolf Thurat, an seiner Station in den 60er Jahren.

Geheimnisvolle "Kanalarbeit".
Die Benutzung von Funkkanälen zur zwischenmenschlichen Kommunikation ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Das Mobiltelefon z.B. macht den Gebrauch der Funkwellen zur Allerweltssache. Funkwellen sind die treuen Boten der Mediengesellschaft, ob als Radio- oder Fernsehwellen, ob über Antenne, Kabel oder Satellit, der moderne Mensch ist umgeben von Funkwellen. Frequenzbänder und Kanäle sind international und amtlich geregelt und den Senderbetreibern zugeordnet.
Eine ganze Reihe von Frequenzen sind für den gewöhnlichen Medienkonsumenten nicht so ohne Weiteres zugänglich. Da sind z.B. die militärischen Funkdienste, der Flugfunk, der Seefunk und, nicht zuletzt, der Amateurfunk. Hier tut sich, allerdings nur für den Laien, Geheimnisvolles.

DC9DV macht QRT (!?)
Ein Amateurfunkgespräch zu belauschen ist für den Nichteingeweihten so etwas wie eine "Begegnung der dritten Art". Rätselhafte Worte durchziehen den Dialog, Kürzel wie QSO, QRT, QSY assoziieren so etwas wie James Bonds Spionagetätigkeit. Aber weit gefehlt, im Reich der Funkwellen ist alles legal und bestens geregelt. Die Abkürzungen der Funkamateure stammen noch aus der Zeit, als man noch vornehmlich mit der Morsetaste arbeitete. Für den Begriff  "Ich ändere jetzt meine Frequenz" (26 Zeichen) vereinbarte man international die Abkürzung "QSY" (3 Zeichen), oder für "viele Grüße" (10 Zeichen) die Zahlenkombination "vy73" (4 Zeichen). 
Heute wird zum überwiegenden Teil nicht mehr gemorst, sondern gesprochen. Die Kürzel haben sich aber bis heute erhalten und werden von den Funkamateuren gepflegt, wie ein ganz besonderer Schatz. Man redet über alles und jedes, vornehmlich über Technik, zwei Themen sind allerdings bei allen Funkamateuren der Welt weitgehend tabu: Religion und Politik.

Amateurfunk, Nabelschnur zum Rest der Welt.
Die durch Funkamateure übermittelten Nachricht von und zu Katastrophen- und Krisengebieten sind oftmals die letzte Nabelschnur zum Rest der Welt. Wenn alle Radiosender schweigen, der letzte Journalist geflohen, alle Telefondrähte durchtrennt sind, das internationale Netz der Funkamateure ist noch nie zusammengebrochen und hat immer wieder wertvollste Dienste geleistet.
Von der Morsetaste über A-TV zum Packet- Radio.

Funkamateure haben sich immer als Technikpioniere verstanden. Die Erschließung der Kurzwellen, in der 30er Jahren, ist unbestritten ihr historischer Verdienst.  An der Entwicklung und Erprobung der neueren Techniken z.B. UKW und Mikrowellen haben die Funkamateure einen bedeutenden Anteil. Das PAL- Farbfernsehen hätte es ohne den Funkamateur Walther Bruch nicht gegeben, Funkamateure waren es auch, die in vorderster Reihe bei der Nutzung des Weltraums mit Funksatelliten standen.
A-TV, Amateurfunkfernsehen, war in den 70er Jahren der Vorläufer der heute so populären Videokonferenzen. Wenn der smarte Manager im Porsche seinen Laptop drahtlos mit dem Internet verbindet, dann bedient er sich eigentlich einer Technik, die von den Funkamateuren in den 80er Jahren zur Perfektion entwickelt wurde, dem Packet- Radio. Alles nach Recht und Gesetz.

Das Bundesgesetz über den Amateurfunk von 1949, übrigens eines der ersten Gesetze das der noch junge Bundestag beschloss, regelt den Zugang zum Amateurfunkdienst. Es ist eine technische und eine betriebstechnische Prüfung zu bestehen, die von den Fernmeldeverwaltungen, früher der Post, heute dir RegTP, abgenommen wird. Bis in die 60er Jahre hinein, war auch Kenntnis der Morsezeichen obligatorisch; heute kann man sich aber auch eine Lizenzklasse aussuchen, welche die Morseprüfung nicht mehr fordert. Kenntnisse der Wellenpläne, der Funkgesetze, der Wellenphysik, sowie solides Wissen über der Sende- und Empfangstechnik muss man allerdings nachweisen um in Besitz eines internationalen Rufzeichens zu kommen. Ein Rufzeichen besteht aus einer 5- oder 6- stelligen Buchstaben- und Zahlenkombination die in Deutschland immer mit einen "D" beginnt. Ein Rufzeichen ist ein Weltunikat, d.h. ein gleichlautendes gibt es auf der ganzen Welt nicht ein zweites Mal. Damit ist ein lizenzierter Funkamateur- und alles was er tut- immer und überall zweifelsfrei identifizierbar. Frequenzbereiche von der Kurzwelle bis zu den ultrakurzen Dezimeterwellen sind den Funkamateuren international zugewiesen und lassen vielfältige funktechnische und funksportliche Betätigung zu.
"Häuptling" der deutschen Funkamateure wohnt am Grengel.
Die deutschen Funkamateure sind im "Deutschen Amateur Radio Club" (DARC) zusammengeschlossen. Der Club hat 56.000 Mitglieder und der Präsident des DARC, Jochen Hindrich DL9KCX wohnt am Grengel, Ahornweg 3. Der beliebte Oberstudienrat ist im Maximilian- Kolbe- Gymnasium schon durch seine Amateurfunk- Arbeitsgemeinschaften bekannt geworden und hat manchen seiner Schüler nicht nur zum Abitur, sondern auch ins Reich der Wellen begleitet.
Golf- 12 ist keineswegs ein Golfclub.
In Porz gibt es seit 1954 Funkamateure, derzeit sind es 50 lizenzierte Funker, Sie bilden den Ortsverband Golf 12 des DARC und treffen sich jeden Mittwoch ab 19:00 Uhr auf 145,250 MHz und am Sonntag um 10:00 Uhr auf 144,280 Mhz zum drahtlosen Rundgespräch. Jeden 1. Freitag im Monat trifft man sich von Angesicht zu Angesicht von 19:00 bis 21:00 Uhr im Vereinshaus der "Eisenbahn Spur 0- Freunde" in der Ladestraße des Bahnhofs Porz. Auch Gäste sind bei den allmonatlichen Treffen herzlich willkommen.
Aber, bitte, wundern Sie sich nicht, wenn DO1KTS zu DD9KK sagt: "Ich hatte heute eine Menge QRL"--  jetzt wissen Sie ja schon ein wenig  Bescheid.

Weitere Informationen:
Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.
Mitglied der International Amateur Radio Union, IARU
Ortsverband Köln Porz - DOK G12
Uwe Radke 
Waldstraße 101, 51145 Köln
Tel.: 02203-291735, e-mail uradke@t-online.de
Internet: www.G12Porz.de